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SeiteninhaltProfessur für Pastoraltheologie, Religionspädagogik und KerygmatikAKTUELLES
Die Sprechstunde von Herrn Prof. Dr. Schreijäck findet im Sommersemester 2012 immer dienstags von 16:30 Uhr bis 17:30 Uhr statt.
NEUERSCHEINUNGEN
Die III. Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats (CELAM) in Puebla/Mexiko (1979) war besonders im Kontext Lateinamerikas, aber auch in weltkirchlicher Perspektive, eines der bedeutsamsten nachkonziliaren Ereignisse in der katholischen Kirche. Am 13. Februar 2009 hat sich die Veröffentlichung der Beschlüsse der Konferenz von Puebla zum dreißigsten Mal gejährt. Dieses Datum bildet den Anlass nachzufragen, wie dieser theologisch-pastorale und ekklesiologische Aufbruch in Lateinamerika im Kontext der deutschsprachigen Theologie und Kirche wahrgenommen, auf welche Weise er in den einzelnen theologischen Disziplinen rezipiert wurde und welche Impulse bis heute aktuell geblieben sind.
Politische Alphabetisierung versteht sich als befreiende Bildung und als Pädagogik der Hoffnung, die aus christlich-befreiungstheologischer Perspektive für die Subjektwerdung des Menschen steht. Alphonse Ndabiseruye stellt unter diesem Titel den Ansatz einer politischen (Erwachsenen-)Bildung in Burundi im Anschluss an die bewusstseinsbildende Pädagogik Paulo Freires als ein Modell für kirchliche Bildungsarbeit vor. Politische Alphabetisierung im Kontext Burundis heißt, die Menschen zum kritischen Umdenken hinsichtlich der Menschenrechte und kulturellen Werte, des ethnisch harmonischen Zusammenlebens sowie der wirtschaftlichen Entwicklung zu befähigen. In diesem von jahrelangem Bürgerkrieg zerstörten, wirtschaftlich, sozial und moralisch daniederliegenden Land bedarf es dieses umfassenden Bildungsverständnisses, um ein Zeichen der Hoffnung gegen Verzweiflung und Resignation und für ein gemeinsames Handeln zu setzen.
Das Ferne, das Andere, das Fremde in unserer sich neu globalisierenden Welt ist stets und vor allem der Ferne, der Andere, der Fremde. Das gilt politisch und wirtschaftlich, zivil und besonders religiös. In Projekten religiösen Lernens, in denen dies sensibel wahrgenommen wird, bildet sich die bedrückende Erkenntnis: Der Ferne, der Andere, der Fremde ist weithin stimmlos, und zwar dadurch, dass ihm kein Hör-Raum zur Verfügung steht. Junge Menschen empfinden dieses neokolonialistische Defizit als existenzielle Not und ätzende Provokation. Jugendlichen im westafrikanischen Senegal für ihre Stimmen einen Hör-Raum schaffen: diesem Ziel haben die Dialog-Projekte gedient, die in diesem Buch beschrieben und gedeutet sind. Junge Leute haben den Dialog-Raum genutzt, um ihre Lebenswelten zu thematisieren, nämlich: Erwartung, Vergnügen, Lust/ Probleme, Ärger, Frust/ Lepra, Aids, Geschlechtskrankheit/ Freude, Glück, Seligkeit/ Religion, Heiliges, Gott/ Stimme, Adressaten, Voten. Sie stimmen kritisch für Set-Setßl, Sauber-machen und Sauber-sein, und für X¾slou, Schlau-sein und Sich-zu-helfen- wissen. Sie votieren gesinnungstüchtig für Boul-FalÚ: Sei deiner Aufgabe treu! Sie erheben ihre Stimme selbstbewusst gegen aktuelle Versklavungen und für konkrete Gerechtigkeit.
In dem vorliegenden Band beschreibt der Autor authentisch, ausführlich und anregend den Weg, den die Christlichen Basis-Gemeinschaften der Pfarrei "Risen Christ" in Manila vom Müllberg zu einer "Grünen Kirche" hin unternehmen: einen Weg von den unerlösten Qualen eines sterbenden Landes hin zur Umkehrung der Zerstörung von Umwelt und Leben durch ökologische Spiritualität und Praxis. Theologie als Ökologie, den Kirchen ins Stammbuch geschrieben. Religiöses Lernen als ökologisches Lernen, religiöser Erziehung und Bildung in den Lehrplan geschrieben: international, interkulturell und ökumenisch; nicht abstrakt, sondern ganz konkret.
Religion und Bildung: ihr Verhältnis zueinander zeigt sich nicht selten, vor allem in muslimischen Ländern, als schwierig und brisant. Senegal kann als muslimisches Land betrachtet werden. In ihm leben seit Jahrhunderten - neben Anhängern von Naturreligionen - auch Christen. Dem Staat und der Gesellschaft entstehen dadurch spezifische Aufgaben, der Bildung und des Friedens halber. Der interreligiöse Blick der sehr unterschiedlichen Autoren gilt der Toleranz, Dialogfähigkeit, Demokratiefähigkeit, Identitätsfindung im Kontext religiöser Erziehung und Bildung. Die aktuellen Beiträge dieses Bandes berichten authentisch aus dieser politischen und pädagogischen Situation, in muslimischer, protestantischer, katholischer Sicht: original, aufschlussreich, paradigmatisch; zur Information, zum Dialog, zu Initiativen interreligiösen Lernens.
»Theologie interkulturell« beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Frage, wie sich der christliche Glaube in den regionalen Kulturen entwickelt und was diese kontextuelle kirchliche und theologische Vielfalt für die eine katholische Weltkirche bedeutet. Über diesen Zeitraum hinweg hat in jedem Studienjahr eine Theologin oder ein Theologe aus einem nichteuropäischen Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder dem pazifischen Raum die Einladung an die Universität Frankfurt angenommen, um über Forschungsergebnisse und Erfahrungen authentisch zu berichten und in den persönlichen und wissenschaftlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen hier einzutreten.Die Beiträge in diesem Band dokumentieren die Ergebnisse des ersten gemeinsamen Zusammentreffens dieser Wissenschaftler in Frankfurt aus Anlass des 20jährigen Jubiläums von »Theologie interkulturell«, das unter dem Titel »Aufbruch in eine Welt für alle« nach Perspektiven suchte, Glauben in einer gewandelten Welt zu kommunizieren.
Angesichts der Fülle an religionspädagogischen Ansätzen und Konzeptionen treten Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen in die ebenso fällige wie spannende Diskussion über religionspädagogische Grundoptionen ein. In ihren Beiträgen entwickeln sie Facetten dieser Grundoptionen unter den Überschriften Subjektorientierung in der Glaubenskommunikation, Bedeutung der Beziehung, Spiritualität als Ausdruck von Glaubenskommunikation und Glaubenskommunikation von Kindern und Familien.
Diese Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten wendet sich an Studierende, die sich mit den wissenschaftlichen Arbeitstechniken vertraut machen wollen. Sie gibt wertvolle Tipps bezüglich der Literaturrecherche, stellt einführende Literatur zu den Fachgebieten der Theologie vor, erklärt wichtige Techniken wie Zitieren und Bibliographieren und erklärt, worauf es bei einem Protokoll, einem Referat, einem Handout oder einer Ausarbeitung ankommt.
Die Broschüre "Theologie interkulturell". Eine Dokumentation in Bildern macht die Geschichte von "Theologie interkulturell" von der ersten Gastprofessur 1985 bis zur aktuellen Gastprofessur anschaulich. Sie erinnert an die Jubiläen, Symposien und Ehrenpromotionen und illustriert Selbstverständnis, Aufgaben und Ergebnisse sowie Perspektiven von "Theologie interkulturell".
Weit über das eigene Spezialgebiet hinaus kommt es heute darauf an, Wissen zu vernetzen und sich in unterschiedlichen Diskussionen gesprächskompetent zu präsentieren. Was etwa meint Kultur eigentlich, was Religion? Wie ist die Rede von der Postmoderne oder dem Pluralismus zu verstehen? Welche Grundzüge weist das Judentum auf, welche das Christentum und welche der Islam? 101 Grundbegriffe aus dem Themenbereich Kultur und Religion sind in diesem Band zusammengestellt. Knappe Erläuterungen und Einführungen sowie weiterführende Lektüreempfehlungen lassen das "Basiswissen Kultur und Religion" zu einem willkommenen Hilfsmittel in Unterricht, Hochschule, Schule und Beruf werden.
Die Theologie der Befreiung steht für ein Umdenken in der theologischen und kirchlichen Reflexion und Praxis, die bei den konkreten Lebensbedingungen der Menschen ansetzt. Ihre vorrangige Option betrifft die Befreiung aus Armut, Ungerechtigkeit und Unterdrückung im Licht des Evangeliums. Dieser wohl bedeutendste kirchlich-pastorale Aufbruch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat damit das Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils radikal ernst genommen und unter Einbeziehung des sozioökonomischen und soziokulturellen Kontextes realisiert.
Die Fragen nach dem Umgang mit Interkulturalität, nach personaler und religiöser Identitätsbildung sind angesichts drängender gesellschaftlicher wie politischer Probleme eine Aufgabe unserer Zeit. Welchen Beitrag kann der Religionsunterricht leisten, wenn die »Text-Gewebe« Kultur, Identität und Religion bzw. Religiosität immer weniger eindeutig erscheinen?
Interdisziplinäre Ringvorlesung im Sommersemester 2011
geändert am 15. Mai 2012 E-Mail: Webmastermeikeschaefer@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 15. Mai 2012, 13:16
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb07/pastoral/index.html