|
|
SeiteninhaltRückblick
Im Wintersemester 1981/82 übernahm der damalige Stadtjugendpfarrer von Frankfurt, Willi Hübinger, seinen ersten Lehrauftrag am Fachbereich Katholische Theologie. In der Begründung für seine Einstellung hieß es damals: „Innerhalb des Fachbereichs gibt es kein ständiges Angebot zur Ausbildung für die außerschulische Jugendarbeit. Da aber Studenten mit diesem Berufsziel studieren, muß wenigstens von Zeit zu Zeit ein Angebot erfolgen“. Gemeint waren mit dieser Formulierung neben den Studierenden in den unterschiedlichen Magisterstudiengängen vor allem die Immatrikulierten im Diplomstudiengang der Katholischen Theologie.Fortan hielt Willi Hübinger bis in das Jahr 2000 – meist im Sommersemester – ein Seminar im Bereich der Praktischen Theologie. Die von ihm geleiteten Veranstaltungen thematisierten die kirchliche Jugendarbeit („Leben und Glaubenlernen – Kirchliche Jugendarbeit zwischen Katechese und Sozialarbeit“ oder „Das Christsein lernen. Aufgaben und Ziele kirchengemeindlicher Kinder- und Jugendarbeit mit Getauften und Ungetauften“), die Sakramentenkatechese („Taufe und Firmung. Sakramente zwischen Mitgliederrekrutierung und Glaubensbegründung“ oder „Gemeindekatechese als Evangelisation“) und immer wieder die Frage nach den sich wandelnden Lebenswelten Jugendlicher und ihre Bedeutung für die zukunftsfähige Ausrichtung kirchlicher Arbeit. Gerade auch für die Studierenden mit dem Berufsziel des Religionslehrers bzw. der Religionslehrerin war das mehrmals wiederkehrende Seminar „Leid und Tod und ihre Verarbeitung bei Kindern- und Jugendlichen“ von großer Bedeutung. Pfarrer (und ab 1997 Domkapitular) Willi Hübinger war ein gefragter Dozent und die Beschränkung der Teilnehmerzahlen bei seinen Veranstaltungen hatte ihre Berechtigung! Nur wenige Lehrbeauftragte blieben dem Fachbereich Katholische Theologie über einen so langen Zeitraum von zwanzig Jahren verbunden. Seine Lehre profitierte maßgeblich von seinen Tätigkeiten als stellvertretender Stadtdekan von Frankfurt (1994-1999) und als Leiter des Dezernates Grundseelsorge (ab 1997), bei denen er über lange Jahre mit der pastoralen Planung einer zukunftsfähigen Kirche von Limburg befasst war.
geändert am 06. April 2012 E-Mail: Webmastergruetzner@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 06. April 2012, 12:55
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb07/archiv/index.html